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Mittwoch, 8. Oktober 2014

Erneutes Update?

Ist ja schon eine Weile her. Und da Mama gedrängelt hat und ich gerade sowieso Langeweile habe, kann ich mich ja mal um einen neuen Post kümmern.
 Aaaalso, ist ja schon lange her. Was ist denn seitdem passiert?
 Den größten Teil der Zeit arbeite ich natürlich, sodass ich eigentlich nur am Wochenende Zeit habe, um großartig was zu unternehmen. An dem Wochenende nach Pancakes on The Rocks waren wir zum ersten Mal beim super berühmten Bondi Beach und sind zwei Stunden lang den Bondi to Coogee Walk entlang gelaufen (s. Fotos). Es war schon ein Kunststück, erstmal dahin zu kommen, aber der Walk war dann nochmal eine ganz andere Sache. Die Sonne hat geknallt und - wie irgendwie überall hier - gab es kaum ebene Strecke. Nachdem wir aber genug gesehen hatten, sind wir zurück gelaufen und mit dem Bus zum Bahnhof gefahren. Beziehungsweise zum "Gegenstück" vom Westfield, es gibt nämlich noch ein zweites in Bondi Junction. Das haben wir uns dann erstmal angeguckt und sind danach sehr erschöpft nach Hause gefahren. Am Bahnhof haben wir uns dann erstmal ein extrem großes Abendessen für nur $5 Dollar gekauft und haben uns noch kurz auf eine Bank vor Lenas Hostel gesetzt.
 An dem Abend ist dann auch noch Madalaine in mein Zimmer gekommen, und wir haben uns sofort super verstanden. Seitdem haben wir total viel unternommen und sie hat mir die Stadt gezeigt. Sie kommt ursprünglich aus einer Vorstadt von Sydney, ist dann nach Melbourne gezogen und will jetzt wieder hierher ziehen. Deshalb konnte sie mir auch so viel von Sydney erzählen und mich rumführen.
 Unter der Woche hieß es dann wieder nur ganz viel Arbeiten und hin und wieder sind Maddy und ich nochmal ein Eis essen gegangen oder haben uns mit anderen Leuten aus dem Hostel unten in den Garten oder in den Gemeinschaftsbereich gesetzt. Mittlerweile ist sie allerdings in einem anderen Zimmer untergebracht, da sie zwischendurch für eine Nacht lang ausgezogen ist, und jemanden zu besuchen.
 Das Wochenende darauf haben Lena und ich dann die lang ersehnte Whale Watching Tour gemacht. Die so genannte "Adventure Tour", die wir nur gebucht hatten, weil sie nur 54 Dollar gekostet hatte, stellte sich tatsächlich als sehr abenteuerlich heraus. Sie fand in einem relativ kleinen, sehr schnellen Boot statt. Wir hatten nur leider nicht bedacht, dass das Meer hier extrem unruhig ist. Die Hinfahrt war schon sehr schnell und unruhig, aber als wir dann tatsächlich zum Ort kamen, an dem wir auf die Wale gewartet haben, waren die Wellen so hoch, dass das Boot fast umgekippt ist. Am Ende musste ich auch fast kotzen, muss ich zugeben. Aber wenigstens haben wir zweimal einen Wal gesehen. Auf dem Rückweg hat sich der Fahrer dann noch einen Spaß draus gemacht, geradewegs in die Wellen zu fahren. Wir kamen klitschnass wieder an und ich war zwei Tage später krank mit Fieber und allem drum und dran.
 Dieses Wochenende habe ich dann praktisch nur am Strand verbracht. Das Wetter ist in letzter Zeit immer richtig heiß mit bis zu 33°. Am Samstag hat Maddy mich, einen Kerl aus Chile und noch einen Deutschen nach Manly gefahren, weil da so ein Jazz Festival war, das aber irgendwie.. scheiße war. Sonntag waren wir dann den ganzen Tag lang am Bondi und haben uns gesonnt und am Montag auch nochmal.
 Am Montag daher, dass ich diese Woche nur drei Tage lang arbeiten muss, was mir ziemlich die Stimmung versaut, weil das insgesamt nur knapp 300 Dollar ergibt, und das reicht ja kaum zum Leben. Hoffentlich bleibt das aber nur diese und eventuell nächste Woche so, sonst muss ich da leider aufhören und weiterziehen. Zumal ich aufgrund von Mobbing durch den Chef sowieso schon kündigen wollte.
 So, und das waren meine letzten drei Wochen. Aufregung pur, yay!

Bis bald nochmal

P.s.: Vom Whale Watching gibt es leider keine Fotos bzw. höchstens Fotos vom Opera House, da sonst alles viel zu schnell gegangen ist und man bei den Wellen kaum stehen konnte

Montag, 15. September 2014

Lange überfälliges Update

Hallo Menschen, die meinen Blog lesen, von denen ich mir nicht sicher bin, ob sie existieren!
 Nach langer Zeit melde ich mich auch mal wieder. 
 Fangen wir doch einfach von vorne an, das müsste irgendwann letztes Wochenende gewesen sein. Aaaalso, der Plan war ja eigentlich, dass ich ab Montag, dem 8. September mit Lena ins andere Hostel ziehe. War auch alles so weit, so gut, wir haben mit dem Manager geredet und er hat uns alles erklärt und wir waren glücklich mit allem. Als ich dann aber am Freitag bei der Arbeit war, haben der Chef und die Co-Managerin beschlossen, dass ich wahrscheinlich eher dafür geeignet wäre, den Laden zu öffnen, da ich wohl im Allgemeinen schneller war als derjenige, der zu der Zeit noch die Schicht hatte. Ich hab mir da nix bei gedacht, letztendlich sind das insgesamt zweieinhalb Stunden mehr die Woche, die ich arbeiten kann, und demnach zweieinhalb Stunden mehr, die bezahlt werden. 
 Am nächsten Tag bin ich dann zum Hostel gegangen, um zu klären, ob ich bei den Bedingungen immer noch dort arbeiten könnte - natürlich kann ich das nicht. Ich blöde hab trotzdem erstmal eine Woche gebucht und 20 Dollar als Pfand hinterlegt. Dabei gedacht habe ich mir, dass ich erstmal Zeit brauchte, um was billigeres zu finden, dort hätte ich nämlich 200 Dollar/Woche bezahlen müssen, Internet nicht eingeschlossen. Zwei Tage später habe ich mich dann dazu entschlossen, doch im Backpackers HQ zu bleiben, obwohl ich keine große Lust hatte, alleine hier zu bleiben. Also bin ich zurück zum anderen Hostel, um meine Buchung zu canceln - und hab meine 20 Dollar Pfand selbstverständlich nicht wieder bekommen, weil man mir erst dann mitteilte, dass alle Pfänder, die hinterlegt werden, nicht zurück erstattet werden, sollte man die Buchung löschen lassen. Hätte man mir das vorher gesagt, hätte ich dazu niemals zugestimmt und hätte daraus eher eine Spontanaktion gemacht. Da ich aber keine große Lust hatte, mich mit denen anzulegen, bin ich einfach zurück in mein Hostel gegangen, um dort die nächste Woche zu buchen (180/Woche, Internet + Frühstück inkl.). 
 Also wohne ich jetzt seit einer Woche alleine hier. Aber so schlimm ist es gar nicht. Ich werde in Ruhe gelassen und man spricht weiterhin nicht mit mir, aber nach einem Arbeitstag bei Reuben & Moore ist mir das mehr als recht. Ich fange jeden Morgen um acht an, was bedeutet, dass ich um halb acht hier loslaufen muss, um pünktlich zu kommen. Als erste der "Sandwich Hands" bin ich dafür zuständig, alles vorzubereiten und praktisch schön zu machen. Ich hole alle Zutaten für die Sandwiches aus dem Kühlraum, gestalte den Bereich um die Kassen und mache einige Sandwiches, bevor dann um zehn der nächste kommt und wir die Salate des Tages zubereiten. Um elf kommt dann die dritte Person und ich darf (muss) meine 30 Minuten Pause machen, was mir um die Uhrzeit eigentlich so gar nicht passt, da es zu spät fürs Frühstück und zu früh fürs Mittagessen ist. Und ab halb zwölf nimmt dann alles seinen Lauf - an der Kasse stehen, sich vom Chef anschreien lassen, Tische säubern, sich vom Chef anschreien lassen, Sandwiches machen, sich vom Chef anschreien lassen und für Ordnung sorgen. Ja, der Chef ist ein richtig netter Mensch, mit seinen extrem hohen Ansprüchen an uns. Um drei darf ich dann aber immer Gott sei Dank gehen; danach bin ich eigentlich auch immer mehr als müde und schlaf erstmal 'ne Runde. 
 Eigentlich mach ich nach der Arbeit auch nicht viel mehr. Schlafen, lesen, oder irgendwelche Fernsehfilme auf Youtube gucken, sofern das WLAN das hergibt. Die Leute in meinem Zimmer denken auch schon immer, ich wäre total bekloppt, aber was soll's. Manchmal machen Lena und ich dann noch was, sowas wie einkaufen, oder im Park sitzen oder so. 
 Am Freitag waren wir abends nach der Arbeit beispielsweise noch in einem Park, von dem wir erst neulich entdeckt haben, dass er auf unserer Straße liegt. (Generell ist uns aufgefallen, dass es hier, wo wir wohnen, eigentlich überhaupt nicht so schlimm ist, wie alle immer behauptet haben. Eigentlich ist es hier sogar richtig schön. Fotos folgen.) Dort saßen wir dann also und haben Sydneys Skyline bei Nacht bewundert. Dort habe ich dann auch fast den kompletten Samstagnachmittag mit Lesen verbracht, während Lena noch bei der Arbeit war. 
 Gestern waren wir dann bei "The Rocks Markets". Uns wurde immer gesagt, der Markt wäre unglaublich schön, aber auf uns wirkte er irgendwie nicht so überwältigend, wie er uns beschrieben worden war. Immerhin war der Weg, den wir dahin gewählt haben, sehr schön. Wir sind durch einen Park gegangen, von dem aus man einen perfekten Blick aufs Opera House und die Harbour Bridge hatte, und zusätzlich hat das Wetter auch noch mitgespielt. Hinterher sind wir noch in einem unter Backpackern sehr berühmten Pancake-Restaurant essen gewesen, was sich auch mehr als gelohnt hat, wobei uns der Weg nach Hause danach mehr als schwer gefallen ist. Als wir gerade wieder auf halbem Wege durch den Park waren, ist uns eine Gruppe Menschen aufgefallen, die von irgendetwas total begeistert war, gerade die Kinder unter ihnen. Bei näherem Hinblick ist dann auch aufgefallen, wieso - viele von ihnen hatten Brot oder Körner in der ausgestreckten Hand und fütterten wilde Vögel. Das war ja überhaupt nichts für mich, aber Lena hatte ihren Spaß, glaube ich. 
 Danach waren wir aber auch fertig für den Tag und sind wieder getrennte Wege gegangen, geradeaus zurück in den Alltag. 

Ansonsten gibt es eigenlich nicht wirklich mehr zu erzählen... Außer vielleicht, dass ich letzten Mittwoch Geld gekriegt habe, und sich herausgestellt hat, dass ich doch nur um die 10% Steuern zahlen muss, also kann ich wöchentlich bei $600+ ziemlich viel Geld fürs Reisen zurücklegen. Außerdem wurde mir gesagt, dass noch etwas für so ein Art Versicherung abgezogen wird, was ich aber komplett wieder kriege, sobald ich bei R & M aufhöre. Bin ich mit einverstanden! 


Dienstag, 2. September 2014

Woche Nummer 1 - check!

Aaalso wir sind jetzt schon seit über einer Woche hier und eigentlich kennen wir uns mittlerweile sogar schon richtig gut aus. So richtig integriert sind wir in unserem Hostel zwar immer noch nicht, aber das ist alles halb so wild, weil wir nächste Woche sowieso ins Jolly Swagman umziehen. 

Aber von vorne. 
 Am Mittwoch war ich also beim Probearbeiten und wurde genommen, und die Co-Managerin hat mich gebeten, am nächsten Tag wiederzukommen, um mit dem Chef zu sprechen und den ganzen notwendigen Papierkram abzuholen. Um Donnerstag war ich dann überpünktlich da und hab die Sachen abgeholt, und da wurde mir schon klar, was gemeint war, als mir am Mittwoch immer wieder gesteckt wurde, dass der Boss ein ziemliches Arschloch ist. Er ist sehr hektisch und spricht nicht sehr viel (außer, als ich da war, um die Sachen abzuholen. Mir war nicht bewusst, dass man gleichzeitig mit dem Telefon und dem Handy telefonieren, der neuen Mitarbeiterin den Papierkram erklären und dabei den Überblick behalten kann.), außerdem hat er da auch schon klar und deutlich gesagt, dass er erwartet, dass man die Arbeit ernst nimmt und ordentlich macht. Da hat er nicht mal zehn Minuten gebraucht, um mir Angst vorm ersten Arbeitstag zu machen, ziemlich talentiert der Mann. 
 Zu Hause habe ich mir dann erstmal die ganzen Formulare angeguckt, die ich auszufüllen hatte, und da ist mir bei der Tax File Number Declaration oder so ein Begriff besonders ins Auge gefallen: "Tax-free threshold". Hätte ich das mal einfach ignoriert und einfach das ausgefüllt, was ausgefüllt werden musste. Seitdem verbringe ich meine Zeit nur noch damit, rauszufinden, was genau das bedeutet und ob es auf mich zutrifft. Was ich schon mal weiß, ist, dass jeder "Australian Resident for tax purposes" (tax = Steuern), seine ersten $18,200 irgenwie nicht versteuern muss bzw komplett wieder kriegt oder oder oder. Okay, eigentlich weiß ich nicht mal das. 
 Als ich dann jedenfalls mit meiner Google-Aktion durch war, hat der Chef mich auch schon angerufen und mir durchgegeben, wann ich kommende (also diese) Woche arbeiten muss. Dienstag 11 - 4, Mittwoch 10 - 4, alles so weit, so gut. Bei Donnerstag hab ich dann gedacht, ich verhör mich, als er meinte, ich müsse von 10 - 9 arbeiten, aber scheinbar war das ernst gemeint. Angeblich krieg ich zwischendurch aber zwei Stunden Pause, also geht's ja noch. Außerdem ist es ja gutes Geld. Jedenfalls bin ich dann von Dienstag bis Samstag jeden Tag da, immer zwischen 10 und 4, außer eben donnerstags und auch samstags, da bin ich von 10 - 6 da. 
 Erst später wurde mir bewusst, dass ich fast eine ganze Woche lang nichts zu tun habe, während Lena arbeiten ist. Also hab ich die letzte Zeit praktisch nur im Bett verbracht, außer als ich blöderweise am Samstag zum Steuerbüro gehen wollte, um dort diese ganze tax-free-Sache zu klären. Mit meinem Glück war das natürlich nicht geöffnet und ich war umsonst 40 Minuten lang dahin gelaufen. Als ich dann gestern nochmal da war und endlich jemand angetroffen habe, konnten die mir trotzdem nicht helfen, und meinten nur, ich solle doch einfach ins Internet gehen und da so einen seltsamen Test machen, ob es auf mich zutrifft und so weiter. Leider gab es davon mehrere Tests, und ich wusste nicht, welcher genau der richtige war, also hab ich einfach irgendeinen gemacht, der dann aber auch nicht wirklich Klarheit geschaffen hat. 
 Am Freitag waren wir außerdem noch beim anderen Hostel und haben nachgefragt, ob ich da auch arbeiten könnte, und jetzt müssen wir da diese Woche nochmal hinkommen, um uns anzugucken, was genau wir arbeiten müssen. Wir wissen auf jeden Fall schon mal, dass wir jeden morgen die Zimmer und die Küche, und abends nochmal die Küche machen müssen. 

Heute war dann also der erste Arbeitstag. Eigentlich hat es mir auch total Spaß gemacht, aber es ist schon stressig und ich vergesse ständig Sachen. Aber am Ende hat mich der Chef aber total gelobt und meinte, ich hätte mich für meinen ersten Arbeitstag sehr gut geschlagen. 
 Also insgesamt ein guter erster Tag. Abgesehen von dem peinlichen Erlebnis, als ich mir in der Mittagspause wieder einen Boost Juice holen wollte und die Frau an der Kasse mich schon kannte und mir freundlich zugewunken hat, weil ich schon dreimal da war. Aber in Zukunft wird die mich sowieso noch öfters wiedersehen :b 

Viel mehr gibt's dann jetzt auch wirklich nicht zu erzählen. 

Ich melde mich, sobald es was Neues zu erzählen gibt. 


Mittwoch, 27. August 2014

Sydney!

Also auf dauerndes Nachfragen von Mama werde ich den Blog jetzt weiterführen. Bis jetzt hatte ich zwar nie wirklich das Gefühl, dass meine Posts gelesen werden, aber dann kann ich ja jetzt einfach damit weitermachen, praktisch um meine Erfahrungen festzuhalten. 

 Jedenfalls sind wir am Freitag geflogen. Wir mussten drei Stunden vor Abflug einchecken und dann nochmal eine Stunde vorher durch die Sicherheitskontrolle. Der Flug selbst war sehr anstrengend und eigentlich auch mehr oder weniger schmerzhaft, weil mir nach drei Stunden schon die Beine weh taten. Und dann gab es noch den zweiten Flug! Aber wenigstens gab es gute Filme, und von Singapur nach Sydney hab ich sowieso ungefähr die Hälfte verschlafen :b 

In Sydney angekommen, mussten wir dann erstmal durch die Kontrolle und alleine das hat schon lange genug gedauert. Bis wir dann unser Gepäck vom Band gehievt hatten und wir draußen waren, ist bestimmt nochmal eine halbe Stunde vergangen. Draußen haben wir dann direkt einen "optus yes"-Laden entdeckt und haben uns als aller erstes eine SIM-Karte besorgen, um unser geliebtes Internet nicht aufgeben zu müssen :D 
 Danach mussten wir dann erstmal den "Meeting Point" ausfinden machen, wo wir angeblich unseren Busfahrer treffen sollten. Nach ungefähr einer dreiviertel Stunde kam dann ein Mann in Orange, der uns nochmal eine halbe Stunde hat warten lassen, bevor er uns zu einem sehr kleinen und sehr vollgestopften Bus geführt hat. Die Fahrt war auch wieder eine Sache für sich. Wenn man es glimpflich ausgedrückt: Ich habe mich absolut nicht sicher gefühlt. 
 Wenigstens wurden wir direkt bei der zweiten Station abgesetzt. Bis unser Gepäck dann aber untergebracht war und wir eingecheckt hatten, war es 22 Uhr. Wir sind dann direkt runter in den Aufenthaltsraum gegangen, um uns um unsere SIM Karten zu kümmern. Außerdem haben wir uns zu einer Gruppe anderen Deutschen gesetzt, die uns Tipps geben konnte, wo man am besten einkauft und sowas. Über Arbeit konnten sie uns leider nichts verraten, weil sie alle bis jetzt angeblich zu faul gewesen sind, sich darum zu kümmern. 

 Am nächsten Morgen sind wir direkt nach dem Frühstück in die Stadt gegangen. Eigentlich war es ganz einfach; die Hauptstraße ist die George Street, und von da gehen alle Seitenstraßen ab. Deshalb haben wir auch sofort das Opera House und die dazugehörige Harbour Bridge und den Botanischen Garten gefunden (Fotos folgen). Ich muss sagen, von weit weg ist das Opera House deutlich beeindruckender als von Nahem. Wenn man nah heran geht, sieht es eigentlich nur aus wie ein Gewusel von Gebäudeschichten, blöd ausgedrückt. Der botanische Garten war auch noch nicht sooo beeindruckend, aber ich hab mir sagen lassen, dass er im Frühling wunderschön sein soll, deshalb müssen wir wohl in ein paar Wochen nochmal loslaufen :b 

 Am Montag hatte ich dann mein Seminar von der Argentur, das hat um 9.30 Uhr angefangen und ging dann so bis 13 Uhr. Mir wurden da eine Menge hilfreiche Dinge beigebracht und ich fühle mich dort auch sehr wohl und sicher. Außerdem haben die alles für mich übernommen, Steuernummer beantragt, Konto eröffnet, selbst für meinen Lebenslauf muss ich im Internet praktisch nur Lücken ausfüllen! :b 
 An dem Tag haben wir uns eigentlich nur noch um die Bank Sachen gekümmert und haben unser Gepäck durch halb Sydney geschlört, nur um dann beim neuen Hostel zu erfahren, dass wir im dritten Stock schlafen und es keinen Aufzug gibt :) 
 Wir hatten uns bei dem Hostel schon einige Sorgen gemacht, weil es bei Kings Cross liegt und uns mehrmals gesagt hat, es wäre das Rotlichtviertel und man müsse aufpassen, aber wir fühlen uns in dem Hostel sehr sicher. Das Hostel wird von einem älteren Mann mit Haaren am Hals, einem aufgedreht netten mittelalten Mann und einer Frau geführt. Nur sind die Leute alle etwas älter als wir und wir werden deshalb nicht wirklich wahr genommen. Mit 18 ist man also doch jünger, als man selbst immer meint. 

 Dienstagmorgen sind wir dann sofort "Job Hunting" gegangen. Wir hatten einige Kopien unserer Lebensläufe dabei und haben die in mehreren Cafés und Restaurants abgegeben, damit die Manager der Läden sich dann eventuell bei uns melden können. Natürlich sind die Lebensläufe sofort im Müll gelandet und es wird sich auch kein Manager melden, aber man muss ja hartnäckig bleiben. 
 Aus Spaß sind wir dann in der Stadt in ein "Schicki-Micki"-Einkaufszentrum gegangen und haben da nach Jobs gefragt, und wider Erwarten wurden wir sogar beide zu verschiedenen Trials/Probearbeiten eingeladen! 
 Danach haben wir uns noch Darling Harbour angeguckt und uns sofort zwei Souvenier-Pullis für $15 angeschafft :b 
 Heute musste ich dann also um 10.30 Uhr bei Reuben & Moore auf der Matte stehen und bis 14 Uhr arbeiten. Es hat mir aber richtig Spaß gemacht und ich bin total glücklich darüber, dass sie mich sofort genommen haben! Außerdem werde ich da super bezahlt mit $23/Stunde und 20-30 Stunden/Woche :b Leider muss davon 'ne Menge versteuert werden, aber ich werd mal mit meiner Argentur sprechen, ob ich das überhaupt richtig verstanden habe und wenn ja, ob man das nicht irgendwie umgehen kann. 
 Lena hatte dann um 3 auch ihr Probearbeiten. In der Zeit bin ich einfach durch die Stadt geschlendert, habe mich nach schwarzer Kleidung für die Arbeit umgeschaut und mich nachher bei McDonald's mit einem Eis hingesetzt, um Karten zu schreiben. Und jetzt sind wir zurück im Hostel und ich sitze hier und schreibe seit gut einer Stunde an diesem endlos langen Beitrag. Obwohl, zwischendurch hab ich noch mit Polly telefoniert, was auch sehr gut getan hat. :) 

Jedenfalls werde ich mich dann melden, sobald irgendetwas neues passiert. Außerdem werde ich mich um die Fotos kümmern. 

Bis dahin: Catchyas! 

Dienstag, 15. Juli 2014

All booked!

Unsere ersten 16 Nächte in Sydney sind gebucht! :) 
Die ersten zwei Nächte werden wir im Railway Square YHA verbringen, das hatte ich ja quasi mitgebucht, als ich bei southern cross mein Basic Package gebucht hab, aber jetzt haben wir auch endlich für die nächsten zwei Wochen ein Bett sicher. 
 Wir haben uns super lange mit allen Hostels in Sydney beschäftigt und es kamen nur wenige infrage... Leider hatten die meisten sehr schlechte Bewertungen, was die Sauberkeit der Zimmer und der Badezimmer angeht, aber ich schätze mal, da muss man durch, wenn man für wenig Geld in so einer Metropole leben will. Jedenfalls haben wir uns letztendlich auf das Backpackers HQ einigen können. Es liegt direkt bei Kings Cross, wir kriegen Frühstück, kostenloses WLAN und es gibt große Schließfächer auf den Zimmern, was für uns sehr wichtig war. Natürlich gab es gute und schlechte Bewertungen, aber mehr als einmal hieß es, es wäre das beste Hostel in Sydney. Also werden wir dort für $406 zwei Wochen lang in einem 10-Bett-Zimmer schlafen, yay! :b 
 Angeblich soll auch die Atmosphäre in diesem Hostel für Backpacker perfekt sein, da es fast nur "long-term bookings" sind. 
 Mir fällt schon ein ziemlicher Stein vom Herzen, weil wir die ersten Wochen jetzt schon mal sicher haben. Man hat ja schon irgendwo seine Zweifel, wenn man zu zweit mit gerade mal 18 Jahren durch so ein großes Land reist, zumal ich vorher noch nie in irgendeiner großen Stadt wirklich auf mich allein gestellt war :b 

Aber wir werden ja sehen, wie es läuft. 

Nächster Post - Packen! 

Sonntag, 22. Juni 2014

"This is to advise that you have been granted a Working Holiday visa"

Visum - Check! 
 Freitagnachmittag beantragt und Samstag Morgen hatte ich schon die Mail im Postfach, dass ich das Visum gekriegt hab. Dass das so fix geht, hätte ich auch nicht gedacht, schließlich stand in allen Büchern, die ich gelesen hab, dass es bis zu drei Monaten dauern könnte! Aber das galt vielleicht für die gute alte Brief-Version. :b
 Wir haben unser Visum ganz einfach auf immi.gov.au beantragt, ging innerhalb einer halben Stunde und war überhaupt nicht schwer - und außerdem war's so auch noch billiger :) Trotzdem hat man natürlich Panik, dass man irgendwas falsch schreibt, und man hinterher kein Visum kriegt und es nochmal beantragen muss - und man vor allen Dingen nochmal bezahlen muss. Das war eine der Horrorvorstellungen, die ich hatte. :b 
 Im Prinzip war es aber ganz einfach und man wurde tausend Mal gefragt, ob die Eingaben korrekt sind, bla, bla, bla. Gekostet hat das gute Stück dann 290 Euro ... ist aber hoffentlich auch jeden Cent wert! Der Nachteil ist allerdings, dass man es nur mit einer Kreditkarte bezahlen kann, deshalb musste ich mir Mamas leihen und ihr dann das Geld überweisen. :b 
Die nächsten Schritte werden jetzt erst in ein paar Wochen kommen: einkaufen, Koffer packen, und zusehen, dass ich einen Kontoauszug im Gepäck hab, der nicht älter als sieben Tage ist und der beweist, dass ich mindestens so und so viel Geld zur Verfügung habe, falls sie mich mal aus dem Land schmeißen müssen (was ich natürlich nicht hoffe und was eigentlich höchst unwahrscheinlich ist! :b). 

Mehr gibt's aber so erstmal nicht zu erzählen :) 

Catchyas! 

P.s.: 61 Tage!! :)