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Montag, 15. September 2014

Lange überfälliges Update

Hallo Menschen, die meinen Blog lesen, von denen ich mir nicht sicher bin, ob sie existieren!
 Nach langer Zeit melde ich mich auch mal wieder. 
 Fangen wir doch einfach von vorne an, das müsste irgendwann letztes Wochenende gewesen sein. Aaaalso, der Plan war ja eigentlich, dass ich ab Montag, dem 8. September mit Lena ins andere Hostel ziehe. War auch alles so weit, so gut, wir haben mit dem Manager geredet und er hat uns alles erklärt und wir waren glücklich mit allem. Als ich dann aber am Freitag bei der Arbeit war, haben der Chef und die Co-Managerin beschlossen, dass ich wahrscheinlich eher dafür geeignet wäre, den Laden zu öffnen, da ich wohl im Allgemeinen schneller war als derjenige, der zu der Zeit noch die Schicht hatte. Ich hab mir da nix bei gedacht, letztendlich sind das insgesamt zweieinhalb Stunden mehr die Woche, die ich arbeiten kann, und demnach zweieinhalb Stunden mehr, die bezahlt werden. 
 Am nächsten Tag bin ich dann zum Hostel gegangen, um zu klären, ob ich bei den Bedingungen immer noch dort arbeiten könnte - natürlich kann ich das nicht. Ich blöde hab trotzdem erstmal eine Woche gebucht und 20 Dollar als Pfand hinterlegt. Dabei gedacht habe ich mir, dass ich erstmal Zeit brauchte, um was billigeres zu finden, dort hätte ich nämlich 200 Dollar/Woche bezahlen müssen, Internet nicht eingeschlossen. Zwei Tage später habe ich mich dann dazu entschlossen, doch im Backpackers HQ zu bleiben, obwohl ich keine große Lust hatte, alleine hier zu bleiben. Also bin ich zurück zum anderen Hostel, um meine Buchung zu canceln - und hab meine 20 Dollar Pfand selbstverständlich nicht wieder bekommen, weil man mir erst dann mitteilte, dass alle Pfänder, die hinterlegt werden, nicht zurück erstattet werden, sollte man die Buchung löschen lassen. Hätte man mir das vorher gesagt, hätte ich dazu niemals zugestimmt und hätte daraus eher eine Spontanaktion gemacht. Da ich aber keine große Lust hatte, mich mit denen anzulegen, bin ich einfach zurück in mein Hostel gegangen, um dort die nächste Woche zu buchen (180/Woche, Internet + Frühstück inkl.). 
 Also wohne ich jetzt seit einer Woche alleine hier. Aber so schlimm ist es gar nicht. Ich werde in Ruhe gelassen und man spricht weiterhin nicht mit mir, aber nach einem Arbeitstag bei Reuben & Moore ist mir das mehr als recht. Ich fange jeden Morgen um acht an, was bedeutet, dass ich um halb acht hier loslaufen muss, um pünktlich zu kommen. Als erste der "Sandwich Hands" bin ich dafür zuständig, alles vorzubereiten und praktisch schön zu machen. Ich hole alle Zutaten für die Sandwiches aus dem Kühlraum, gestalte den Bereich um die Kassen und mache einige Sandwiches, bevor dann um zehn der nächste kommt und wir die Salate des Tages zubereiten. Um elf kommt dann die dritte Person und ich darf (muss) meine 30 Minuten Pause machen, was mir um die Uhrzeit eigentlich so gar nicht passt, da es zu spät fürs Frühstück und zu früh fürs Mittagessen ist. Und ab halb zwölf nimmt dann alles seinen Lauf - an der Kasse stehen, sich vom Chef anschreien lassen, Tische säubern, sich vom Chef anschreien lassen, Sandwiches machen, sich vom Chef anschreien lassen und für Ordnung sorgen. Ja, der Chef ist ein richtig netter Mensch, mit seinen extrem hohen Ansprüchen an uns. Um drei darf ich dann aber immer Gott sei Dank gehen; danach bin ich eigentlich auch immer mehr als müde und schlaf erstmal 'ne Runde. 
 Eigentlich mach ich nach der Arbeit auch nicht viel mehr. Schlafen, lesen, oder irgendwelche Fernsehfilme auf Youtube gucken, sofern das WLAN das hergibt. Die Leute in meinem Zimmer denken auch schon immer, ich wäre total bekloppt, aber was soll's. Manchmal machen Lena und ich dann noch was, sowas wie einkaufen, oder im Park sitzen oder so. 
 Am Freitag waren wir abends nach der Arbeit beispielsweise noch in einem Park, von dem wir erst neulich entdeckt haben, dass er auf unserer Straße liegt. (Generell ist uns aufgefallen, dass es hier, wo wir wohnen, eigentlich überhaupt nicht so schlimm ist, wie alle immer behauptet haben. Eigentlich ist es hier sogar richtig schön. Fotos folgen.) Dort saßen wir dann also und haben Sydneys Skyline bei Nacht bewundert. Dort habe ich dann auch fast den kompletten Samstagnachmittag mit Lesen verbracht, während Lena noch bei der Arbeit war. 
 Gestern waren wir dann bei "The Rocks Markets". Uns wurde immer gesagt, der Markt wäre unglaublich schön, aber auf uns wirkte er irgendwie nicht so überwältigend, wie er uns beschrieben worden war. Immerhin war der Weg, den wir dahin gewählt haben, sehr schön. Wir sind durch einen Park gegangen, von dem aus man einen perfekten Blick aufs Opera House und die Harbour Bridge hatte, und zusätzlich hat das Wetter auch noch mitgespielt. Hinterher sind wir noch in einem unter Backpackern sehr berühmten Pancake-Restaurant essen gewesen, was sich auch mehr als gelohnt hat, wobei uns der Weg nach Hause danach mehr als schwer gefallen ist. Als wir gerade wieder auf halbem Wege durch den Park waren, ist uns eine Gruppe Menschen aufgefallen, die von irgendetwas total begeistert war, gerade die Kinder unter ihnen. Bei näherem Hinblick ist dann auch aufgefallen, wieso - viele von ihnen hatten Brot oder Körner in der ausgestreckten Hand und fütterten wilde Vögel. Das war ja überhaupt nichts für mich, aber Lena hatte ihren Spaß, glaube ich. 
 Danach waren wir aber auch fertig für den Tag und sind wieder getrennte Wege gegangen, geradeaus zurück in den Alltag. 

Ansonsten gibt es eigenlich nicht wirklich mehr zu erzählen... Außer vielleicht, dass ich letzten Mittwoch Geld gekriegt habe, und sich herausgestellt hat, dass ich doch nur um die 10% Steuern zahlen muss, also kann ich wöchentlich bei $600+ ziemlich viel Geld fürs Reisen zurücklegen. Außerdem wurde mir gesagt, dass noch etwas für so ein Art Versicherung abgezogen wird, was ich aber komplett wieder kriege, sobald ich bei R & M aufhöre. Bin ich mit einverstanden! 


1 Kommentar:

  1. ich will auch nur 10% Steuern zahlen!!!!! Und Sozialversicherung will ich auch wieder kriegen!!!
    Hört sich aber alles gut an, was Du so schreibst :-)
    Genieß die Zeit, Land und Leute.
    LG, Henry

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